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- Life, Love and S** -

Gedankenmomente 1.07.2006

Manchmal ist es doch sehr verwirrend. Es passiert soviel um einen herum und manchmal frage ich mich, ob es da nicht irgendwo einen Knopf gibt, um all diese Eindrücke einfach nicht mehr aufzunehmen. Denn so vieles lässt plötzlich eine Sehnsucht aufkommen, die es vorher nicht gab und auf einmal bestimmt diese meine Gedanken, obwohl ich es gar nicht will - mal länger mal kürzer.

Oft ist das, was man sieht auch noch so unreal, dass es noch schwachsinniger erscheint, sich damit zu beschäftigen und ständig kleinen schönen kribbelnden Gedankenmomenten hinterher zu jagen.

.... Wenn sie mich nur so ansehen und berühren würde. Wenn nur ich doch das Ziel ihrer Schritte wäre, sowie der Grund ihres Lächelns. Wenn sie doch nur real wäre.....und keine Figur...keine Rolle...wenn sie greifbar wäre, im Hier und Jetzt und ich wenigstens um sie kämpfen könnte. Aber nicht mal das könnte je passieren, da es SIE nicht wirklich gibt - Jennifer Beals - oder besser Bette Porter. Immer wenn ich sie sehe, dann blüht etwas in mir auf. Freude und Glück und langsam bewege ich mich in diese Welt und es kommt mir fast vor, als wäre ich all dem ganz nah. Und wenn sie lacht, dann würde ich ihr so gern in ihre strahlenden, warmen, braunen Augen schauen.

Und wenn sie verzweifelt wäre und auf ihre Art und Weise herzzereissend traurig schauen würde, dann möchte ich bei ihr sein, um ihr zur Seite zu stehen, sie in den Arm zu nehmen, sie zu küssen und ihr die Traurigkeit aus den Augen nehmen. Wie kann eine Frau nur so perfekt sein wie sie ? ...und dann ...dann kommt wieder dieser Moment, in dem mir klar wird, dass all das nur pure Illusion und Tagträumerei  war......:Gedankenmomente eben:

 

 

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The L Word - Medienhype für Offenheit 1.07.2006

Man kann sich doch nur freuen (und wundern:?:), welch eine Resonanz das "anders sein" in den Medien und bei all den Zuschauern und -hörern findet. In meinen Augen begann in den letzten Jahren eine neue Bewegung des Lesbischseins. Es begann mit t.A.T.u. (2002/2003)- Millionen verkaufter CDs sprechen für sich - und die Käufer überzeugte nicht nur die Musik. Daraufhin eine Menge an Outings verschiedenster Schauspielerinnen und Musikerinnen - und von zunehmend mehr "Normalos". Zwischendrin immer mehr Serien und Filme, die jenes thematisierten. Und nun: the L-Word. Auch hier lassen die Einschaltquoten leicht auf den - bis dahin unentdeckten - "Bedarf" schließen.
Für mich persönlich ist es auch schön, zu erfahren, dass die Serie nicht nur jene unter uns anspricht, die sich bereits zum lesbisch-sein bekannt oder geoutet haben, sondern auch heterosexuelle Frauen evtl. noch mit Kind und Kegel (Typus: Ex-Sex and the City Zuschauerinnen:>>). Das Schöne an der Sache: Lesbisch sein wird über diesen In-Hype zu einer "normalen" Sache, dessen sich keiner schämen muss. Im Gegenteil: the L-Word zeigt, dass auch Lesben leidenschaftlich, sinnlich, stilvoll, lustig, schön, erfolgreich und durchaus gesellschaftsfähig sind und ebenso tiefe, romantische, vertraute Beziehungen mit ganz normalen Problemen führen. Es ist schön zu sehen, wie der konservative Mantel mancher durch Serien, wie the L-Word, langsam geknackt wird. Für mich ist the L-Word damit viel mehr, als eine bewegte Bilder-Darstellung lesbischer Frauen in L.A.. ...:wave:

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